
OpenTelemetry
Was ist OpenTelemetry?
OpenTelemetry ist ein herstellerunabhängiger Open-Source-Standard für die Beobachtbarkeit von Software. Das Projekt gehört zur Cloud Native Computing Foundation (CNCF) und definiert APIs, SDKs und ein Übertragungsprotokoll (OTLP) für Traces, Metriken und Logs. Anwendungen werden einmal instrumentiert, die Daten können anschließend an verschiedene Backends wie Jaeger, Grafana, Datadog oder Azure Monitor gesendet werden. Der OpenTelemetry Collector sammelt, filtert und verteilt die Daten zentral.
Vorteile von OpenTelemetry
- Keine Anbieterbindung: Das Monitoring-Backend lässt sich wechseln, ohne den Anwendungscode anzupassen.
- Verteiltes Tracing: Anfragen lassen sich über mehrere Dienste, Queues und Datenbanken hinweg verfolgen.
- Automatische Instrumentierung: Für viele Frameworks und Bibliotheken gibt es fertige Instrumentierungen.
- Breite Unterstützung: SDKs existieren für alle gängigen Programmiersprachen.
- Einheitliches Datenmodell für Traces, Metriken und Logs.
Nachteile von OpenTelemetry
- Komplexität: Konzepte, Konfiguration und Collector erfordern Einarbeitung.
- Unterschiedlicher Reifegrad: Je nach Sprache und Signaltyp sind manche Teile stabiler als andere.
- Datenmengen: Ohne Sampling entstehen schnell große Datenmengen und hohe Kosten im Backend.
- Kein Backend: OpenTelemetry sammelt und überträgt Daten, für Speicherung und Auswertung wird ein weiteres System benötigt.
Einsatzbereich von OpenTelemetry
OpenTelemetry wird in verteilten Systemen, Microservices und Cloud-Anwendungen eingesetzt, um Fehler und Performance-Probleme nachvollziehen zu können. Auch für KI-Anwendungen wird es genutzt, um Aufrufe von Sprachmodellen und Agenten-Schritte nachzuverfolgen.
Alternativen zu OpenTelemetry
- Herstellereigene Agenten (Datadog, New Relic, Dynatrace)
- Azure Application Insights SDK
- Prometheus-Clientbibliotheken
- Sentry SDK
Siehe auch:





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